BenchEWS · Studio 3.0 / ECHO

BenchEWS Studio 3.0 — SCF-Entwicklungsplan

Öffentlicher Projektplan und vorläufiges Lastenheft · Stand 13. Oktober 2026

BenchEWS analysiert Warnsignale in beobachteten Systemen. Die SCF-Forschung ergänzt eine vorgelagerte Frage: Sind die Beobachtungen und fehlenden Rückmeldungen überhaupt geeignet, diese Signale zuverlässig zu interpretieren?

PLANNED / SPECIFICATION — nicht implementiert, nicht verifiziert, nicht freigegeben

Wissenschaftliche Grundlage

Das SCF-Manuskript „When Does Suppressed Feedback Impair Self-Correction?“ untersucht in synthetischen dynamischen Systemen selektives Berichten, Empfängermodelle und Frühwarnartefakte. Es ist nicht peer-reviewed; reale Organisationen wurden nicht untersucht. Veröffentlicht am 13. Oktober 2026 als Zenodo-Preprint (Version v1, DOI: 10.5281/zenodo.23345829). Die öffentlich sichtbare PDF-Datei ist 36 Seiten lang; die Dateiversion ist gegenüber der zuletzt geprüften 38-seitigen Fassung noch abzugleichen.

Geplanter Funktionsumfang

Observation Integrity

Fehlende Messwerte, Beobachtungsprovenienz, mögliche Zustandsabhängigkeit und Datenqualitätsgrenzen sichtbar machen. Ein Mechanismus ist aus Meldungen allein häufig nicht identifizierbar.

Receiver Awareness

Naive und mechanismusbewusste Auswertung unter expliziten Modellannahmen vergleichbar machen. Bekannte Schwellen und Mechanismen sind Bestfall-Annahmen.

EWS Robustness

Varianz, AR(1) und weitere Frühwarnindikatoren gegen selektives Fehlen, Niveauänderungen, Trunkierung und Schwellenfehler testen; Level-only-Negativkontrollen vorsehen.

Evidence & Uncertainty

Informationsverlust von Entscheidungsschaden trennen; Annahmen, Gegenhypothesen, Unsicherheit, Nullzustände und reproduzierbare Nachweise anzeigen.

Projektphasen und Qualitätsgates

  1. Anforderungen mit bestehender Studio-3.0-Spezifikation und OBJECT-Workspace abgleichen
  2. Datenverträge, Modellannahmen, Nullzustände und UI-Evidenzansichten spezifizieren
  3. Synthetische SCF-Benchmarks und Negativkontrollen reproduzieren
  4. Implementierung erst nach Gate-Freigabe; anschließend Tests, unabhängige Prüfung und gesonderte Release-Entscheidung

Wissenschaftliche Grenzen

Keine automatische Diagnose absichtlicher Unterdrückung, kein globaler Risikoscore, keine Kausalbehauptung über Organisationen, keine sichere Kipppunktprognose und keine Empfehlung ohne entsprechende Evidenz. Studio 2.0 bleibt davon unverändert.